Hallo, schön dass du hier bist. Wenn du diesen Text liest, willst du dich wahrscheinlich selbst besser verstehen. Verstehen, welche unbewussten Programme in dir laufen und wie dein Körper mit dir spricht.
Dein Körper ist wahnsinnig intelligent. Er arbeitet nie gegen dich. Er will dir immer etwas zeigen, und wenn du ihn ignorierst, wird er lauter. Und lauter. Bis du krank wirst.
Bei mir musste er sehr laut werden. Und am Ende war es Yoga, das mich zu ihm zurückgebracht hat.

Wie Yoga mein Leben verändert hat
Ich heiße Julia, 35, und eigentlich komme ich aus einer ganz anderen Welt. Ich habe Informatik studiert und drei Jahre in dem Beruf gearbeitet. Zum Ende hin hatte ich so starke chronische Schmerzen, dass ich im Burnout gelandet bin und eine schwere Depression entwickelt habe.
Dabei hat mich der Mensch schon immer mehr interessiert als jeder Computer. Meine beste Freundin und ich haben uns seit unserer Teenie-Zeit gefragt, warum wir so ticken, wie wir ticken. Warum wir so reagieren, wie wir reagieren. Und warum unsere Beziehungen immer wieder gegen die Wand gefahren sind. Mit dem Internet kam dann das Wissen über das Unterbewusstsein und über die Überlebensstrategien, die wir als kleine Kinder anlegen, um dazuzugehören.
Wissen war also da. Aber Wissen allein hat mich nicht rausgeholt.
Jeden Tag auf die Matte
Im Peak meiner Depression blieb mir nichts anderes übrig, als ganz intensiv an mir zu arbeiten. Ich habe jeden Tag Yoga gemacht. Ich habe jeden Tag meditiert. An manchen Tagen hat es sich gut angefühlt, an vielen nicht. Ich bin trotzdem jeden Tag auf die Matte.
Zu der Zeit war ich mit einem Mann zusammen, der unfassbar gut im Manipulieren war. So gut, dass ich es nie gesehen habe. Er hat mir die Worte im Mund so verdreht, dass ich nichts mehr dagegen sagen konnte. Es klang immer irgendwie richtig, aber es war nicht die Wahrheit. Am Ende war ich immer der Bösewicht. Ich habe mich für absolut alles entschuldigt, egal wer recht hatte.
Mein Erwachen
Und dann ist es passiert. Mitten in meiner Yoga-Praxis haben sich mein drittes Auge und mein Solarplexus-Chakra geöffnet.
Das dritte Auge steht für Intuition und Klarheit. Der Solarplexus steht für Selbstwert, Willenskraft und deine innere Mitte. Genau das, was mir in dieser Beziehung gefehlt hat.
Ab da hatte ich den Durchblick. Ich konnte die Manipulation plötzlich sehen, ganz klar, und ab diesem Moment hatte sie keine Macht mehr über mich. Die Machtverhältnisse haben sich verschoben. Die Beziehung ist zerbrochen, weil er keinerlei Fähigkeit zur Reflexion hatte und ich endlich genug Selbstrespekt, um mich aus diesem toxischen Umfeld zu entfernen.
Ich war nicht wütend. Ich hatte verstanden, dass dieser Mensch in seinen Programmen gefangen ist. Er ist sich dessen nicht bewusst und wird deshalb auch nicht ausbrechen. Und ich will für niemanden mehr nur Projektionsfläche sein.
Was mir meine Beziehungen gezeigt haben
Danach habe ich auf meine Vergangenheit geschaut und gemerkt, dass ich ganz unterschiedliche Männer angezogen habe. Aus jeder Beziehung durfte ich etwas über mich lernen. Selbstrespekt. Grenzen setzen. Meine Bedürfnisse wahrnehmen. Richtig kommunizieren. Bei mir bleiben. Und manchmal auch, dass Gehen die einzige Möglichkeit ist.
Weigern wir uns, die Lektion zu lernen, schickt uns das Feld immer wieder dieselbe Art von Mensch. Wir treten immer wieder auf denselben Rechen, bis wir lernen, einen Bogen drum zu machen.
Ein neuer Weg
Ich habe meinen Job geschmissen und angefangen, Psychologie zu studieren. Nach einer Weile bin ich ins Coaching gewechselt. Die Psychotherapie war mir zu sehr aufs Problem fokussiert. Coaching kommt aus der positiven Psychologie, und ich wollte mit Menschen arbeiten, die Bock haben, ihr Leben zu verbessern. Dazu kamen die Yogalehrer-Ausbildung und die Ausbildung zur Massagetherapeutin, weil sich das alles wunderbar ergänzt.
Mein Burnout hat mir gezeigt, dass ich zu weit von meinem Weg abgekommen war. Er hat mich gezwungen hinzusehen. Mich erfüllt keine Computerarbeit. Mich erfüllt die Arbeit mit Menschen. Von Herz zu Herz.
Was Yoga für mich ist
Yoga war für mich nie Sport. Auf der Matte bin ich zurück in meinen Körper gekommen. Auf der Matte konnte ich mich nicht mehr selbst belügen. Auf der Matte habe ich gespürt, wo es eng ist, wo es wehtut und wo ich mich jahrelang verlassen habe. Und auf der Matte habe ich meine Klarheit wiedergefunden.
Genau das möchte ich dir hier weitergeben. Auf diesem Blog zeige ich dir die Zusammenhänge zwischen Körper, Psyche und Energie und gebe dir kleine Übungen für deinen Alltag mit.
Dein Körper spricht schon längst mit dir. Fang an zuzuhören.
Deine Julia

Hier geht es um Yoga mit Tiefgang: Philosophie, Mudras und echte Geschichten. Du bekommst keine Positive Vibes, sondern Übungen, die wirklich wirken.